Apps für die Polizei

Welche Apps können die Kommunikation zwischen der Polizei und Menschen mit Behinderungen unterstützen? Im Rahmen der Werkstatt Neue Medien setzten sich vier Studierende der Polizei-Fachhochschule Hahn mit dieser Frage auseinander. Sie machten sich auf der Suche nach bereits vorhandenen Programmen für Smartphones. Und sie wurden fündig. Das Ergebnis haben sie vor einigen Tagen bei einem Termin im Innenministerium vorgestellt.

Es gibt Programme, mit denen Gebärdensprach-Dolmetscher und -Dolmetscherinnen eingeblendet werden können. Mit anderen Apps können Texte leicht vervollständigt werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es ein Programm, das Geldscheine erkennt. Schriftstücke der Polizei können mithilfe eines Lupen-Programms vergrößert werden. Mit dem Tipp-Talker können Menschen mit Sprachbehinderungen anhand von Bildern auf Smartphone oder Tablet kommunizieren.

Die vier Bachelor-Studentinnen und -Studenten haben eine umfangreiche Sammlung von Programmen zusammengestellt. Diese können weiter ausgewählt und eventuell angepasst werden, um für den Einsatz in der Polizeiarbeit angewendet zu werden. Die Gebärdensprachdolmetsch-App iSignIt könnte zum Beispiel für polizeispezifische Begriffe erweitert werden. Weitere Themen für die Studierenden an der Polizeifachhochschule sind also reichlich vorhanden.

Ich freue mich, dass unsere Zielvereinbarung „Menschen mit Behinderungen und Polizei“ auch vom Nachwuchs der Polizei engagiert mit Leben gefüllt wird. Inklusion bedeutet schließlich, dass Menschen mit Behinderungen und die Polizei mitten Quartier und im Alltag sich viel öfter begegnen werden. Dafür ist gute Kommunikation und Wissen voneinander wichtig.

Hier gibt es die Arbeit mit der Sammlung zu den verschiedenen Apps.

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Die Studierenden der Polizei-Fachhochschule bei der Präsentation ihrer Arbeit

Hinweis: Stiftung Barrierefrei Kommunizieren aus Berlin hat mich darauf hingewiesen, dass sie eine umfangreiche Datenbank hat, in der auch Apps für Menschen mit Behinderungen verzeichnet sind. Danke für den Hinweis, die Datenbank ist eine Fundgrube 🙂
Der Link zur Datenbank ist www.barrierefrei-kommunizieren.de/datenbank/ . Bei der erweiterten Suche den Begriff „App“ bei Produktname eingeben und schon geht es los.
(Matthias Rösch, 9. Juni 2014)

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