Barrierefrei und Inklusiv in den Nationalpark

2015 soll er offiziell gegründet werden. Bereits seit einiger Zeit laufen die Vorbereitungen für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf Hochtouren. Damit der erste Nationalpark in Rheinland-Pfalz für alle nutzbar wird, hat Freitag vergangener Woche ein Workshop zu Inklusion und Barrierefreiheit im Nationalpark stattgefunden. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen, der Kommunen, des Tourismus und des zukünftigen Nationalparkamtes trafen sich dazu im Hunsrückhaus am Erbeskopf. Auch Kolleginnen und Kollegen aus dem Saarland waren dabei, denn der Nationalpark geht über zu die Landesgrenze hinweg. Da machen wir gemeinsame Sache.

Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden berichteten über ihre Erfahrungen barrierefreien Naturerlebens von Wattenmeer bis zum Hochgebirge. Beide waren auch in der Beratung für die Barrierefreiheit des Nationalparks Eifel tätig. Ihre Beispiele setzten wichtige Impulse für unsere Arbeit im neuen Nationalpark.

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Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden berichten über positive Beispiele in Nationalparks

In anschließenden Impulsreferaten wurde deutlich, dass es bereits jetzt gute Ideen und Vorschläge gibt. Der Präsident der rheinland-pfälzischen DEHOGA-Verbandes berichtete über sein barrierefreies Familie-Hotel in Horath im Hunsrück. Der Verein LIVE-soziale Chancen möchte gerne seinen Waldseilgarten am Erbeskopf zu einem Integrations-Betrieb mit barrierefreien Übernachtungsmöglichkeiten für Gruppen erweitern. Als Vertreter der Architektenkammer zeigte der Landschaftsarchitekt Klaus Bierbaum viele kreative Lösungen für barrierefreies Naturerleben.

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DEHOGA-Präsident Gereon Haumann beim Vortrag über das Familien-Hotel Hochwald

In den anschließenden Arbeitsgruppen wurden die Themen Tourismus, Bildung und Mobilität vertieft bearbeitet. Hier Bilder vom Workshop.

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Beate Schrader vom Wirtschaftsministerium stellt die Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe Tourismus vor

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Bild vom Plenum mit der so genannten Gitarre im Hintergrund (die Umrisse des Nationalparks ähneln einer Gitarre)

Der Workshop war der Anfang von Vernetzung und Begleitung des Nationalparks zu Inklusion und Barrierefreiheit. Als Ergebnis soll eine Expertinnen- und Experten-Gruppe zusammengestellt werden, die regelmäßig die Entwicklung des Nationalparks begleitet. Wer dabei mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen.

Bereits jetzt lohnt sich ein Ausflug in die neue Nationalparkregion. Am Erbeskopf gibt es zum Beispiel einen barrierefreien Skulpturen-Weg mit stufenlos erreichbare Aussichtsplattform. Etwas unterhalb des Erbeskopf im Hunsrückhaus kann man sich dann in einer interessanten Ausstellung über den neuen Nationalpark informieren.
Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Hunsrückhauses.

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